Eine erfreulich grosse Gruppe Feuerwehrfrauen und –männer und Partnerinnen waren am Sonntagmorgen früh gespannt, in welche Gegend sie der diesjährige Ausflug bringen würde.

Mit einem Oldtimer FBW Linienbus, liebevoll restauriert und umgebaut von der Feuerwehr Greifensee, starteten wir die Reise Richtung Bad Ragaz. Dass ein solcher Bus auch seine Tücken hat, merkten wir spätestens, als der heisse Kaffee über den Becherrand schwappte! Nicht dass unser Fahrer Urs Althaus das Gefährt nicht im Griff gehabt hätte: ganz im Gegenteil, aber so ein Oldtimer ist nun mal kein luftgefederter Car. 

Das Bad Pfäfers, ein idyllischer Ort mit grosser Vergangenheit, bildete den Ausgangspunkt für den Besuch der Taminaschlucht. Der Wettergott meinte es sehr gut mit uns. Doch da es wenige Tage vorher starke Niederschläge gab, tropfte und floss das Wasser auf dem Weg zur Quellgrotte aus allen Ritzen und Spalten. Regenjacken, Schirme uns sonstige Plastikhüllen wurden je länger desto häufiger eingesetzt. Es ist schon erstaunlich, was sich unsere Vorfahren ausdachten, um an das warme Quellwasser zu gelangen. In einem Korb wurden Kranke in die Schlucht abgeseilt, wo sie sich einige Tage im heilenden Wasser aufhielten.

 Feuerwehr auf Elektrovelos
Ein weiterer Höhepunkt an diesem Tag war die Fahrt mit Elektrovelos. Nach kurzer Instruktion durfte jeder selber seine Erfahrungen mit diesen „neumödigen“ Vehikeln machen. Erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit unsere Feuerfighter die ruppige Steigung zum Staudamm Calfeisental und das Tal hinauf bis St. Martin schafften! Wohl genährt, für die einen gabs sogar noch Apfeltorte zum Dessert, machten wir uns auf die etwas länger ansteigende Etappe Richtung Kunkelspass. Unausweichlich bildete sich eine Spitzengruppe, die sich vom Hauptfeld absetzte. Nach einem Akkuwechsel auf halber Höhe gings mit voller Kraft wieder weiter bis zur Passhöhe. Auch Tandem- Fahren hat seine Tücken und eignet sich bestens für Teambildung! 

Nach so viel Kalorienverbrauch kam uns ein Zvieri- Plättli mit Spezialitäten aus der Region gerade recht. Auf der – gemäss Aussage von Carlo – „mörderischen“ Abfahrt nach Tamins kamen unsere Velos an die Grenzen. Dem Gummigeruch und lauten Quietschen entnehmend, haben sich die Bremsen überhitzt. Beim näheren Hinschauen stiegen da und dort kleine Rauchsäulen auf. Ein solch kleiner Zweiradbrand konnte erfahrene Feuerwehrmänner und
–frauen jedoch nicht erschüttern. Auf der Heimfahrt genossen wir nochmals das Oldtimer- Feeling und liessen den sehr gut organisierten Tag nochmals Revue passieren. Einen herzlichen Dank gilt den Organisatoren.

Ueli Weber